Schweizer Früchte und Beeren

Wo immer möglich sind wir bestrebt, für unsere Konfitüren und Gelées inländische Zutaten einzusetzen, und so den Anbau von Schweizer Früchten und Beeren aktiv zu unterstützen.

Schweizer Früchte

Während Schweizer Zucker in ausreichender Menge vorhanden ist, ist es nicht immer ganz einfach, genügend Früchte aus der Schweiz zu finden (siehe Kasten). In Zusammenarbeit mit Bauern aus der Region versuchen wir deshalb, den Anbau von gut wachsenden Sorten wie Quitten, Rhabarber, Kirschen, Erdbeeren oder Zwetschgen zu fördern.

Erfolgsrezept Quitten

Weil Quitten aufwändig in der Verarbeitung sind und der Baumbestand durch den Feuerbrand bedroht ist, stehen auf einheimischen Wiesen immer weniger Quittenbäume. Dem versuchen wir entgegen zu wirken, in dem wir jeden Herbst erntefrische Quitten direkt von Privatpersonen und Bauern kaufen und weiter verarbeiten.



Durch eine entsprechende Kooperation konnten im Jahr 2012 in Ballwil ca. 1000 neue Quittenbäumchen gepflanzt werden.

(Wer Quitten zu verkaufen hat, kann die Anlieferung gerne bei katja@hausgemacht.ch oder telefonisch anmelden).

Schwindende Anbauflächen

Durch den Strukturwandel im 20. Jahrhundert ist der Anbau von Früchten in der Schweiz stark zurückgegangen. Standen im Jahre 1961 noch ca. 1.5 Millionen Kirschbäume, waren es im Jahr 2001 nur noch ein Drittel davon. Noch viel extremer ist die Entwicklung bei den Aprikosen: von fast 600'000 Bäumen (1961) gingen bis 2001 über 98% verloren (1).

Selbstversorgung und Importe

Während der Inlandbedarf bei Äpfeln, Birnen und Kirschen problemlos gedeckt werden kann, wird ein Grossteil der in der Schweiz konsumierten Beeren aus dem Ausland importiert. Der inländische Anbau von Erdbeeren reicht beispielsweise für etwa einen Drittel des Konsums aus (2).

Fehlender Industriehandel

Der Grossteil der angebauten Beeren wird als saisonale Frischware verkauft. Für die Schweizer Bauern ist dies der zur Zeit lohnendste Absatzkanal. Die verarbeitende Industrie, welche beispielsweise auf grössere Mengen tiefgekühlter Beeren in garantierter Verfügbarkeit und Qualität angewiesen ist, muss deshalb bei der Beschaffung auf ausländische Ware zurückgreifen. Um mehr Schweizer Rohwaren verwenden zu können, setzen wir deshalb auf Anbauverträge mit regionalen Anbaubetrieben.

Umdenken bei den Konsumenten

Es freut uns, dass wir vermehrt Rückmeldungen von Kunden bekommen, die gerne Konfitüren und Gelées aus Schweizer Früchten beziehen würden, und bereit wären, dafür auch einen etwas höheren Preis zu bezahlen. Gemeinsam unterstützen wir so den inländischen Anbau.

(Quellen: (1) Schweizer Obstverband. (2) Landwirtschaftlicher Informationsdienst LID.)